Landwirtschaft auf dem Biohof Gutso

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Juraschafe

Auf unserem Hof spielt die Schafzucht eine große Rolle. Wir haben die bewährte Jura-Schafherde von Ulrike Hasenmaier-Reimer übernommen. Ziel ist es, das erfolgreiche Zuchtprogramm der bisherigen Betriebsleiterin fortzuführen.

Unsere Tiere weiden fast ganzjährig auf den hofeigenen Flächen. Nur zur Lammzeit ziehen die Muttertiere in den Stall um – für eine ruhige Geburt und optimalen Betreuung der Lämmer. Die Fütterung erfolgt mit selbst erzeugtem Futter.

Juraschafe sind eine robuste, anpassungsfähige Rasse aus der Schweiz. Sie sind bekannt für ihre gute Fruchtbarkeit, ausgezeichnete Muttereigenschaften und eine hohe Fleischqualität. Ihr dunkelbraunes, fast schwarzes Vlies macht sie unverwechselbar – und ihre ruhige Art ist ein Plus in der täglichen Arbeit. Ein Teil der Lämmer wird als weibliche oder männliche Zuchtschafe an andere Schafhaltende in ganz Deutschland verkauft. Die Tiere, die sich nicht zur Zucht eignen, werden ab einem Alter von 6-8 Monaten geschlachtet. Das hochwertige Lammfleisch bieten wir in unserem Hofladen an – gerne nachfragen- es ist nicht das ganze Jahr über verfügbar. Schaf- bzw. Lammfelle, die ökologisch gegerbt sind, können ebenfalls im Hofladen gekauft werden.

Außerdem liefern unsere Schafe wertvollen Wirtschaftsdünger, dessen Nährstoffe wir für den Anbau unseres Gemüses nutzen.

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Feldgemüse

Der Feldgemüsebau ist ein zentraler Bestandteil unseres Hofes. Wir setzen auf einen vielfältigen und bodenschonenden Anbau von robusten, lagerfähigen Kulturen. Auf etwas mehr als einem Hektar bauen wir 5 verschiedene Kartoffelsorten, Rote Beete, Karotten und Zwiebeln sowie die unterschiedlichsten Kürbissorten an.

Im Gemüsebau setzen wir auf eine Kombination aus maschineller- und Handarbeit. Unser wichtigster Helfer: ein alter GT-Traktor, mit dem wir verschiedene Anbaugeräte einsetzen können. Aber auch die Rad- und Handhacke kommen häufig zum Einsatz. Mit diesen können wir auch auf den Acker, wenn es für den Traktor zu nass ist. Gerade zu Beginn der Saison, wenn die Gemüsepflanzen noch klein und empfindlich sind, ist Handarbeit unentbehrlich. Beikräuter wachsen oft schneller als das Gemüse, deshalb greifen wir zuerst zur Hacke und jäten in Handarbeit, bis die Reihen später auch vom GT aus sichtbar und bearbeitbar sind.

Hühner

Hühnerhaltung

Rund 35 Chili-Hühner leben bei uns im Mobilstall und genießen den Alltag im Freiland: Sie scharren nach Würmern, fressen frisches Gras, erkunden ihre Umgebung und baden ausgiebig im Sand. Damit sie immer wieder neue Flächen mit frischem Grün vorfinden und gleichzeitig der Boden geschont wird, versetzen wir den Mobilstall alle 4–8 Wochen an einen neuen Standort. So bleibt die Grasnarbe erhalten und die Hühner können ihr natürliches Verhalten ausleben.

Bei der Wahl unserer Rasse haben wir uns bewusst für die Chili der Ökologischen Tierzucht (ÖTZ) entschieden. Die Chili ist eine robuste Zweinutzungsrasse, die speziell für die Anforderungen des ökologischen Landbaus gezüchtet wurde. Die Hennen legen zuverlässig Eier, während die Hähne im Vergleich zu reinen Legerassen deutlich mehr Fleisch ansetzen. So haben beide Geschlechter eine Aufgabe – und jedes Küken ist willkommen. Unsere Chili-Hühner überzeugen mit ihrem neugierigen Wesen, ihrer Freilandtauglichkeit und ihrem auffällig braun-rot leuchtenden Gefieder – ähnlich intensiv wie eine Chili-Schote. Mit jedem Ei unterstützt Ihr Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und eine Zucht, bei der nicht nur die Eier zählen.

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Bienen

Acht Bienenvölker sind Teil unseres Hoflebens. Sie stehen zwischen den Obstbäumen nahe unserer Ackerflächen und leisten gleich doppelt wertvolle Arbeit: Sie sammeln Nektar für unseren eigenen Honig – und bestäuben ganz nebenbei unsere Gemüsekulturen und Streuobstwiesen. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von etwa 25 Kilogramm Honig pro Volk und Jahr ist die Imkerei ein kleiner, aber feiner Zweig unserer Direktvermarktung. So tragen die Bienen zur Diversifizierung unseres Betriebs bei – und sorgen gleichzeitig dafür, dass es im Frühjahr rund um den Hof summt, blüht und fruchtet.

Landschaftspflege

Landschaftspflege

Ein weiterer Betriebszweig ist die Landschaftspflege. Neben unseren eigenen Flächen bewirtschaften und pflegen wir auch naturschutzfachlich wertvolle Flächen in enger Abstimmung mit den lokalen Landschaftserhaltungsverbänden. Dabei setzen wir vor allem auf eine angepasste maschinelle Pflege. Je nach Fläche und Zielsetzung kommen dabei Freischneider, Macheten, Balkenmäher und Rechen zum Einsatz. Durch gezielt Mahdzeitpunkte und das Abräumen des Schnittguts wird der Nährstoffeintrag reduziert und artenreiche, Lebensräume können sich langfristig entwickeln und erhalten. Darüber hinaus übernehmen wir die maschinelle Bekämpfung invasiver Pflanzenarten in Naturschutzgebieten, wie beispielsweise des Drüsigen Springkrauts, um heimische Arten zu fördern und schützenswerte Lebensräume zu sichern.